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Liebe Leserinnen und Leser!

|   Andacht

Oh - wie schön, der Weltgebetstag kommt aus Afrika! - dachte ich beim ersten Hören. Vielleicht geht es Ihnen auch so. Bei Afrika denke ich an Sonne, blauen Himmel und sehr bunt angezogene Menschen – schöne Bilder.

Aber in Simbabwe waren die letzten Jahre sehr schwierig. Hier erleben wir die andere Seite Afrikas mit und werden von den aktuellen Problemen der Frauen dort informiert. „Simbabwe ist ein Land mit bewegter Geschichte. Viele Kämpfe muss das Volk überstehen, um zu leben. Das Großreich Simbabwe war bekannt für Elfenbein, Gold, Kupfer und Diamanten. Zudem war es sehr fruchtbar. Doch genau diese Schätze führten dazu, dass das Land britische Kolonie wurde. Der ausdauernde Kampf der Simbabwer und Simbabwerinnen führte 1980 zur Unabhängigkeit. Der Präsident Robert Mugabe führte das Land autoritär und wurde erst 2018 abgesetzt. Seit dem Jahr 2000 leidet die Bevölkerung unter einer Wirtschaftskrise. Auch der Klimawandel hinterlässt seine Spuren in dem Land im südlichen Afrika: Durch den Tropensturm „Idai“ starben rund 300 Menschen in Simbabwe, Tausende haben alles verloren, Straßen und Gebäude in der betroffenen Region sind komplett zerstört.“(Homepage WGT) Aber – die Christinnen aus Simbabwe haben in den Gottesdienst zum Weltgebetstag 2020 eine große Hoffnungsgeschichte eingewebt. Die zentrale Bibelstelle ist die „Heilung des Kranken am Teich von Bethesda“ (Johannes 5, 2 – 9 a). Sicherlich hat diese Geschichte viel mit ihnen zu tun. Vielleicht auch mit uns? Nach 38 Jahren Starre und Unbeweglichkeit, auf einer Matte liegend, nach 38 Jahren wechselnden Folgen von Hoffnung und Resignation durchkreuzt Jesus die alten Muster und fragt den gelähmten Mann nach seinen eigentlichen Wünschen. Und siehe da! Er kann geheilt mit seiner Matte nach Hause gehen. Auch wir folgen manchmal ein Leben lang gewohnten Mustern, die uns nicht gut tun, sondern uns einengen. Aber von allein schaffen wir es nicht aus dieser Lähmung auszubrechen. Gott kommt uns durch Jesus nahe, er kann sich in unsere Situation hineinversetzen und uns in Bewegung bringen. Vielleicht können wir von den Simbabwerinnen einiges dazu lernen. Um das zu ergründen feiern wir gemeinsam am 6. März Weltgebetstag in den Gemeinden. Bitte suchen Sie sich die entsprechenden Zeiten für Ihre Gemeinde heraus.

Ihre Pfarrerin Brigitte Lammert

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