„Variationen der Welt“

Gitarrenkonzert mit Alexander Kens

Sonnabend, 12. Juni 2021um 16:00 Uhr in der Kirche Beiersdorf

Als Nachfahre deutscher Emigranten aus dem 18. Jahrhundert wurde Alexander Kens 1970 in der Ukraine geboren. Im Alter von 13 Jahren begann er Gitarre zu spielen und träumte von einer musikalischen Karriere. Er studiert von 1985-1989 klassische Konzertgitarre an der Musikhochschule in Kiew. Schon während seines Studiums inspiriert durch die spanischen Gitarristen Narciso Yepes, Manolo Sanlúcar und insbesondere Paco de Lucía, widmete er sich dem Flamenco. Seinen darauffolgenden Armeedienst absolvierte er als musikalischer Leiter eines Blasorchesters bei den Grenztruppen an der georgisch-türkischen Grenze.

1994 folgte die Heimkehr nach Deutschland/Berlin zu den historischen Wurzeln. Seitdem entwickelte sich Alexander Kens musikalisch weiter, entdeckte für sich Django Reinhardts Gypsy/Manouche Swing, spielte in verschiedenen Formationen und eignete sich viele neue Musikrichtungen an, wie Jazz, Klezmer, usw. Er tritt oft als Solokünstler mit mehreren thematischen Programmen auf. Zurzeit, lebend in Dresden, geht Alexander Kens weiter seiner künstlerischen Tätigkeit in verschiedenen Formen nach.

In seinem Programm versucht der Künstler ein möglichst breites Spektrum der Variationskunst darzustellen, damit die Zuhörer für eine Weile eintauchen können in die wunderbare und vielfältige „Welt der Variationen“.

Die Variationen sind höchstwahrscheinlich die ursprünglichste Form des Musizierens. Noch bevor die Musikerkollegen von früher, die keinerlei konventionelle musikalische Ausbildung hatten, komplexe Musikformen und Strukturen wie Sonate, Suite usw. erfanden, sogar bevor die einfachste Liedform mit Strophe und Refrain existierte, haben sie die Variationsform bereits ausgeübt.

Die Geschichte der Variationen geht ganz tief in die Vergangenheit, als unsere Urmütter und Urväter entdeckt haben, dass man musikalische Töne, mit welchen Mittel auch immer (getrommelt, gesungen), erzeugen kann. Gleichzeitig war das die Geburt der improvisierten Musik. Der Unterschied zwischen Improvisation und Variation besteht darin, dass die Erste ein vorgegebenes Thema haben kann, aber nicht muss, und die Zweite etwas Handfestes besitzen muss, was man variieren kann. Außerdem versteht man unter Improvisation aus dem Stegreif, also spontan gespielte Musik, dagegen Variationen meistens zuerst komponiert werden müssen.

Die Musikgeschichte kennt viele verschiedene Variationsarten. So hat man z. B. in Renaissance und Barock oft eine Form praktiziert, die auf basso ostinato basiert. Dabei werden zu einer sich ständig wiederholenden Basstonfolge immer neue Melodien gespielt, dabei spielt das Hauptthema keine große Rolle.

Die am meisten verbreitete Art sind die Variationen auf vorgegebene Harmonie, also eine abgeschlossene Reihe von Akkorden, auch Chorus genannt. Diese Art war sehr beliebt in jeder Kunstepoche, einschließlich der heutigen. Die Jazzmusiker haben diese Variationsform als Grundlage für die Improvisation übernommen.

Es gibt aber auch eine Art, wo hauptsächlich der Rhythmus variiert wird, wie z. B. in der Flamencomusik. Die Flamencoformen haben sehr ausgeprägte Rhythmen (compás) mit obligaten Betonungsmustern. Die Herausforderung für einen Flamencomusiker besteht darin, Rhythmus in Begleitung und Melodieverlauf immer wieder neu und interessant zu gestalten, ohne den Betonungsskelett zu stören und zu ändern.

Eintrittspreise: Erwachsene 7 Euro, ermäßigt 3 Euro, Kinder bis 14 Jahre frei.

Alexander Kens und Pfarrerin Friederike Hecker

Kinderkantate „Aufbruch“ (Abraham)

Sonntag, 20.06., 10.30 Uhr, Kirche Ebersbach
Sonntag, 27.06., 10.30 Uhr, Kirche Beiersdorf

Mit Kinderchorsängern, Spielern und Instrumentalisten aus der Region.

Aus Anlass des Aufbruchs in unser „Kirchspiel Oberes Spreetal“ wird eine thematisch passende Kinderkantate aufgeführt. Aufbruch ist das Stichwort für Abraham und seine Frau Sara. Ihnen gilt die Verheißung Gottes, Stammeltern seines geliebten Volks im Land Kanaan zu werden. Doch ehe es soweit ist, müssen sich die beiden auf den Weg machen und die Herausforderungen, vor die sie gestellt werden, mit einer Menge Vertrauen in Gottes weise Führung überwinden. Genau dieses Vertrauen in Gottes Beistand brauchen auch wir, um uns in neuen Bahnen zu begegnen und miteinander Gutes bewirken zu können.

- - - MITSTREITER GESUCHT! - - -

Für die Aufführung des Musicals braucht der Ebersbacher Kinderchor fröhliche Weggefährten, die mit an einem Strang ziehen, singen oder eine Sprech- / Spielrolle übernehmen und gespannt sind auf die Entdeckung des neuen Landes. Geprobt werden soll unter anderem während der Kinderchortage im Mai. Interessenten melden sich bei

Kantor Egermann, Kantor Müller oder Frau Noack, Taubenheim.

Mitteilungen

Die Konfirmation findet am 13. Juni um 14:00 Uhr in der Beiersdorfer Kirche statt. Die Jubelkonfirmation wird auf den 11. Juli verlegt, Beginn 14:00 Uhr. Bitte benachrichtigen Sie die Jubelkonfirmanden.